Willkommen im Harz


Der Harz ist ein deutsches Mittelgebirge. Er ist ca. 180 km lang und 30 km breit.
Der höchste Berg des Harz ist der Brocken mit 1141,2 m N.N., ein Granit- und Gneismassiv.

Die NW-SE-Richtung des Harzes wird in der Geologie auch herzynisch genannt. Dagegen heißt die fast genau senkrecht dazu verlaufende NE-SW-Richtung variszisch. Diese Begriffe werden sowohl für die Richtung einer Verwerfung als auch für das Streichen von Schichten benutzt. Beim Harz ist also die geographische Ausrichtung und die dafür verantwortliche Verwerfung herzynisch, aber die Struktur variszisch.

Der Harz ist eine sog. Pultscholle, d.h. er wurde durch tektonische Einwirkungen als Ganzes angehoben.
Schon früh im Mittelalter war der Harz für seine Erzlagerstätten bekannt. Der Bergbau im Rammelsberg hat Goslar berühmt gemacht. Dabei wurden sulfidische Blei- und Zinkerze abgebaut, die in geringer Menge auch viele edlere Metalle enthielten. Metalle wie Silber und Gold wurden meist schon in Goslar zu Münzen geprägt, und so sorgte die Stadt für einen nicht endenden Geldstrom in die Kassen ihrer Fürsten.
Eine zweite Art von Lagerstätten findet man im Oberharz um Clausthal-Zellerfeld. Es handelt sich dabei um herzynisch streichende Erzgänge. Dies sind hydrothermale Lagerstätten, d.h. Wasser im Gesteinskörper hatte durch die Erdwärme eine so hohe Temperatur (um 380 Grad Celsius), daß es in der Lage war im Laufe großer Zeiträume feine Spuren von Metallerzen aus dem Gestein zu lösen und in Spalten (=Gängen) abzulagern. 
Quellen: eigene Recherche zusammengestellt aus verschiedenen Berichten aus dem WWW, Bilder alle selbst vor Ort bei meinen Excursionen erstellt
Meine Exkursionen im Harz führen mich hauptsächlich auf die alten Schlackenhalden, die durch die Vorort-Verhüttung oben beschriebener Erze entstanden sind und in dehnen sich die Mineralien-Neubildungen über die Jahre hinweg gebildet haben.
Einige der Verhüttungsplätze sind allgemein bekannt und andere wurden von mir in unzähligen mehr Wander- und Entdeckungsexcursionen in den Wäldern rund um Goslar gefunden. Leider wurden die allgemein bekannten Plätze zwecks unerklärlichen Gesetzen in den Jahren alle Platt gemacht und vernichtet, die nicht so bekannten sind alle noch erhalten.
Seit ein paar Jahren wurde jetzt der Harz als Naturreservat geschützt und man darf keine Mineralien mehr suchen...? die, die alles Platt gemacht haben machen jetzt einen auf Naturschutz wo nichts mehr da ist, eine unbeschreibliche Pose!!!
Da der Harz über viele Jahrhunderte ein grosses Bergbaugebiet war, wundert es einen nicht, dass hier auch bedeutende Erfindungen für den Bergbau gemacht wurden.

 

Bitte beachten!!! (Stand 2018)

Die Sammelmöglichkeit von Mineralien im gesamten Harz sind aus Naturschutzgründen in den letzten Jahren sehr eingeschränkt worden. Bitte informieren Sie sich immer aktuell, ich übernehme keine Verantwortung und rufe auch nicht auf zum Sammeln in Naturschutzgebieten.

Im Übrigen habe ich schon immer darum gebeten, keine Natur durch ein Sammeln zu zerstören, leider haben sich die Behörden beim abbaggern und neu einrichten von Wald- und Wanderwegen überhaupt nicht daran gehalten und eben diese geschützten Plätze, die man heute unter Schutz stellen will oftmals total zerstört!

Die gezeigten Mineralien sollen einen Hinweis geben was man früher, bevor der Naturschutz ausgerufen wurde, alles so finden konnte.

 

Hier die einzelnen Fundstellenbeschreibungen aus meiner Sicht:

 

Altenau: Informationen rund um die Fundstelle - zu den Mineralienbildern

Die Fundstelle Altenau ist faktisch erloschen. Als ich diese Stelle besuchte fand man an den Rändern und im Gebüsch noch etwas Schlacke, die auch sehr ergiebig war aber ansonsten ist alles rekultiviert.
 

Diese Fundstelle ist leider für immer erloschen.

 

Bleihütte Clausthal: Informationen rund um die Fundstelle - zu den Mineralienbildern

Die Fundstelle Bleihütte Clausthal ist faktisch erloschen. Als ich diese Stelle besuchte fand man an den Rändern und im Gebüsch noch etwas Schlacke, aber ansonsten ist alles rekultiviert.

 

Diese Fundstelle ist leider für immer erloschen.

 

Frau Sophienhütte: Informationen rund um die Fundstelle - zu den Mineralienbildern

 

Diese Fundstelle ist leider für immer erloschen.

 

Gabbrosteinbruch: Informationen rund um die Fundstelle - zu den Mineralienbildern

 

Südlich, von Bad Harzburg(ca. 3km) entfernt im Radautal liegt der Gabbrosteinbruch, der noch immer betrieben wird. In dem Steinbruch wird Schotter gewonnen. Zur Zeit dürften rund 100 verschiedene Mineralarten bekannt sein (Stand 2007). 


Als wir den Steinbruch zum Sammeln besuchten, mußten wir uns vorher anmelden und vorne am Eingang mit den Autos parken. Nach der Anmeldung durften wir dann nach Arbeitsschluß im Bruch sammeln. Da der Steinbruch verhältnismäßig weit hinten im Tal liegt machten wir als erstes einen kleinen Fußmarsch dorthin. Ohne Vorschlaghammer ist hier nichts zu machen, das Gestein ist sehr hart und die gesprengten Steinbrocken verhältnismäßig groß. Nach einigen Stunden Arbeit hatten wir doch einiges gefunden, das noch formatisiert wurde, damit nicht unnötiges Gewicht zusammen kommt, dann alles in Zeitungspapier eingepackt ging es mit der schweren Last zum Auto zurück. Man sollte zum Tragen einen schweren Rucksack mit breiten Riemen dabei haben, denn mit der großen Last ist es bis zum Auto doch schon anstrengend. Unbedingt dabei haben sollte man auch eine Lupe um eine Auswahl treffen zu können, welche von den kleinen Mineralien nehme ich mit und was bleibt da.

 

Abschließend gilt auch hier, immer bei dem Besitzer um Erlaubnis zum Sammeln nachfragen, damit wir Sammler auch in Zukunft noch diese Fundstelle besuchen dürfen. Bitte lassen Sie keinen Müll liegen.

 

Glockenhütte Granetal: Informationen rund um die Fundstelle - zu den Mineralienbildern

 

Die Fundstelle Glockenhütte liegt im Granetal an der Grane aufwärts im bewaldeten Teil.

Als wir diese Fundstelle gefunden hatten(1988) waren reichlich unberührte Schlacken vorhanden und man sah es dieser Fundstelle an das hier noch nicht so viele gesucht haben. Wie bei den meisten kleinen Fundstellen, die allesamt am Wasser gebaut wurden, weil dieses zum Verhütten notwendig war, so waren auch hier die Schlackenstücke recht klein, was aber keine Auskunft über die Fündigkeit gibt.

Wir haben hier sehr schöne Mineralien(Neubildungen) gefunden und was das Sammeln betrifft war es hier auch sehr schön und angenehm.

Wie mir bekannt ist, wurde die Fundstelle durch Hochwasser nach einem schweren Gewitter(2001) fast vollständig weggeschwemmt. Die Schlacken sind nun wohl im gesamten unteren Bereich der Grane verteilt.
Nach meinem Wissen ist dies auch eine alte Verhüttungstelle. Die Glockenhütte wurde bereits um die 1490 schriftlich erwähnt.

 

Abschließend gilt auch hier, immer bei dem Besitzer um Erlaubnis zum Sammeln nachfragen, damit wir Sammler auch in Zukunft noch diese Fundstelle besuchen dürfen. Bitte lassen Sie keinen Müll liegen.

 

an der großen/kleinen Rhomke: Informationen rund um die Fundstelle - zu den Mineralienbildern

 

Diese Fundstelle liegt ebenfalls wie die Glockenhütte an einem Bach oben im Wald versteckt. Aus der vorhandenen Schlacke wurde ebenfalls schon etwas für den Wegebau abgefahren, wie man unschwer sehen konnte, es war relativ frisch(2001). Es handelt sich hier auch um einen kleineren Schlackenplatz auf dem sehr schöne Mineralien zu finden sind, Bsp. Boleit usw.

 

Ich möchte hier einmal meinen Unmut über die Behörden zum Ausdruck bringen, die uns Sammler immer als Zerstörer darstellen und mittlerweile ja das Sammeln komplett verboten haben, aber wenn eben durch diese Behörden dann mit schwerem Gerät teilweise oder ganz diese montanhistorische Stelle vernichtet wird da sagt niemand etwas.

 

Abschließend gilt auch hier, immer bei dem Besitzer um Erlaubnis zum Sammeln nachfragen, damit wir Sammler auch in Zukunft noch diese Fundstelle besuchen dürfen. Bitte lassen Sie keinen Müll liegen.

 

Grube Glück Auf Wildemann: Informationen rund um die Fundstelle - zu den Mineralienbildern

 

Die Grube "Glück auf" erreicht man über die Straße Lauthental - Wildemann. Nach der Brücke über das Flüsschen Innerste rechts auf dem Parkplatz parken. Von hier aus nimmt man den Wanderweg der ins Hütschental führt. Nach einer Weile tauchen links und rechts des Wanderweges Halden der Grube auf.

 

Abschließend gilt auch hier, immer bei dem Besitzer um Erlaubnis zum Sammeln nachfragen, damit wir Sammler auch in Zukunft noch diese Fundstelle besuchen dürfen. Bitte lassen Sie keinen Müll liegen.

 

Grube Glücksrad Oberschulenberg: Informationen rund um die Fundstelle - zu den Mineralienbildern

 

Ein Teil der Fundstelle liegt direkt an der Straße, also ACHTUNG beim Suchen damit keine Steinbrocken herunter fallen.

Steht(1988) man auf der Straße direkt vor der Fundstelle so befindet sich linker Hand ein Parkplatz, von diesem auch ein kleiner Weg nach oben auf die Bergbauhalde führt. Wie so viele andere Fundstellen ist natürlich auch diese schon vielmals umgegraben worden, aber ich habe eigentlich immer wieder etwas gefunden. Meistens allerdings erst Zuhause beim untersuchen des mitgenommenen verdächtigen Material. Bei meinen Funden handelte es sich immer um Micromineralien, Großstufen sind hier wahrscheinlich nicht mehr zu finden.

 

Abschließend gilt auch hier, immer bei dem Besitzer um Erlaubnis zum Sammeln nachfragen, damit wir Sammler auch in Zukunft noch diese Fundstelle besuchen dürfen. Bitte lassen Sie keinen Müll liegen.

 

Juliushütte Astfeld: Informationen rund um die Fundstelle --- zu den Mineralienbildern

 

Da ich früher leider keine Kamera dabei hatte, wäre es schön wenn ein Besucher der Juliushütte von früher noch Fotos hat und mir diese für meine Homepage zur Verfügung stellen würde, wir hätten ALLE etwas davon, bitte schreiben Sie mich an.

 

Diese Fundstelle ist leider für immer erloschen..

 

Kanstein: Informationen rund um die Fundstelle - zu den Mineralienbildern

 

An der Straße zwischen Langelsheim und Jerstedt (K1) liegen auf der linken Seite entlang des Flüsschen Grane verschiedene Schlackenhalden, die von uns als Fundstelle Kanstein bezeichnet wurden. Den Namen der Fundstelle haben wir vom Burgberg Kanstein abgeleitet.

Diese Burgruine wird auch Hindenburg genannt und hat interessanterweise wie mir bekannt ist wohl keine Geschichte, d.h. das sehr wenig über diese Burgruine bekannt ist.
Hier sehen Sie uns bei der Suche nach Schlacken-Neubildungen. Alles wird mitgenommen was Farbe hat, ein kurzer Schlag auf das Stück und dann wird entschieden, mitnehmen oder da lassen. Es ist immer besser wenn es geht mehr mitzunehmen, da die eigentlichen Funde meistens Zuhause beim zerkleinern der Brocken gemacht werden.

 

Abschließend gilt auch hier, immer bei dem Besitzer um Erlaubnis zum Sammeln nachfragen, damit wir Sammler auch in Zukunft noch diese Fundstelle besuchen dürfen. Bitte lassen Sie keinen Müll liegen.

 

 

Kartoffelacker: Informationen rund um die Fundstelle - zu den Mineralienbildern

 

Die Schlackenfundstelle Kartoffelacker liegt in unmittelbarer Nähe der Juliushütte, und zwar wenn man die Juliushütte anfährt links dahinter. Diese Fundstelle wurde von uns so benannt, da auf dieser bei unserem 1.Besuch Gemüse und Kartoffeln von dem Besitzer des Grundstückes angebaut wurde. Wir haben mit Ihm gesprochen, in seiner Familie gab es noch nie irgend welche auffallende Krankheiten, hat Er gesagt obwohl sie ihren Garten direkt auf die Halde gebaut hatten.


Jahre später war ich wieder an dieser Fundstelle, der Garten war weg und es wurde eine Pferdekoppel und ein Pferdestall auf diesem Gelände gebaut. An den Rändern konnte man immer noch die Schlacken finden.

Ich vermute, dass diese Fundstelle wahrscheinlich auch zu dem Bereich der Juliushütte gehörte, allerdings habe ich hier ein paar seltene Mineralien gefunden, die ich auf der Juliushütte direkt nicht finden konnte.

Apropo seltene Mineralien, das ist bei den Schlackenmineralien sehr häufig der Fall das man bestimmte Mineralien nur an einer Stelle findet und dann nicht mehr, da in der Vergangenheit bei den Schmelzprozessen auch immer mal wieder etwas ausprobiert wurde, d.h. andere Beimengungen verwendet wurden und diese dann die seltenen Mineralien entstehen ließen.

 

Diese Fundstelle ist leider für immer erloschen.

 

Langetal: Informationen rund um die Fundstelle - zu den Mineralienbildern

 

Abschließend gilt auch hier, immer bei dem Besitzer um Erlaubnis zum Sammeln nachfragen, damit wir Sammler auch in Zukunft noch diese Fundstelle besuchen dürfen. Bitte lassen Sie keinen Müll liegen.

 

Lauthental: Informationen rund um die Fundstelle - zu den Mineralienbildern

 

Eine der Fundstellen Lauthental lag hinter der Gaststätte Mühlengrill, hier eine ältere Aufnahme (1988) der Schlackenhalde. In dem Bereich im Bild hatten wir eine sogenannte Ofensau gefunden, die voller Mineralien war. Eine Ofensau ist der untere Rest, bzw. der Propfen am Boden eines Verhüttungsofens. Die Halde wurde mittlerweile mit einem Parkplatz überbaut (2003). 


Die zweite Fundstelle in Lauthental mit dem Namen Fundpunkt 18 liegt im Wald über Lauthental, 1988 war dies allerdings noch eine Schonung, die Tannen waren so cirka 2 Meter hoch. Ich vermute das diese Fundstelle um einiges älter ist als die Halde am Mühlengrill, da erstens die Schlackenstücke relativ klein waren, das ist bei den älteren Fundplätzen immer der Fall und die Fundstelle selbst war auch nicht so groß. Wahrscheinlich war hier nur eine Probeschmelzung, die es im Harz ja reichlich geben soll, die aber sehr schwer zu finden sind, da sie meistens zum Teil überwachsen sind und es leider keine Literatur darüber gibt.

 
Ein Anzeichen für eine Schlackenhalde ist z. B. genau wie früher unsere Vorfahren die Erze gefunden haben, die spezifischen Pflanzenarten. Es gibt Pflanzen, die auf einem Boden mit Schwermetallen besser wachsen, oder überhaupt nur dort vorkommen. Wenn Sie mit diesem Wissen die Wasserläufe abgehen, weil Wasser zur Verhüttung immer gebraucht wurde, so können Sie auf Schlackenhalden treffen, die so nicht zu erkennen sind. Zugegebenermaßen ein langwieriges Suchen, aber leider geht es nicht anders.

 

Die Fundstelle an der Gaststätte Mühlengrill ist leider für immer erloschen. 

Weitere Fundstellen gibt es in den umliegenden Wäldern.

 

Ochsenhütte: Informationen rund um die Fundstelle - zu den Mineralienbildern

 

Schlackenhalde Ochsenhütte bei Goslar(1988). Der Schlackenplatz war schon 1988 zum größten Teil zum Wegebau abgefahren worden. An den Rändern konnte man noch sehen wie hoch die Schlacke hier einmal angehäuft war. Es konnten aber trotzdem noch sehr gute Funde gemacht werden.

 

Abschließend gilt auch hier, immer bei dem Besitzer um Erlaubnis zum Sammeln nachfragen, damit wir Sammler auch in Zukunft noch diese Fundstelle besuchen dürfen. Bitte lassen Sie keinen Müll liegen.

 

Schlackental: Informationen rund um die Fundstelle - zu den Mineralienbildern

 

Die Schlackenfundstelle Schlackental befindet sich südlich unterhalb von Oberschulenberg. Die kleine Fundstelle liegt direkt an einem Bach(Rinnsal) ca. 20 m rechts neben dem Weg wenn man vom Parkplatz aus ins Tal geht. Im Gegensatz zu allen anderen Fundstellen im Harz die mir bekannt sind, kann hier, und das ist auffallend das Mineral Caledonit, Susannit und bläulicher Cerussit in sehr schönen Kristallen gut gefunden werden.

 

Abschließend gilt auch hier, immer bei dem Besitzer um Erlaubnis zum Sammeln nachfragen, damit wir Sammler auch in Zukunft noch diese Fundstelle besuchen dürfen. Bitte lassen Sie keinen Müll liegen.

 

Torfhaus: Informationen rund um die Fundstelle - zu den Mineralienbildern

 

Diese Fundstelle ist leider für immer erloschen.

 

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